Gebundene Ausgabe - 496 Seiten
Kosmos Verlag Erscheinungsdatum: 2004
ISBN: 3-440-09780-3
Klappentext:
Diesem Standardwerk zur Ethologie von Wölfen und Haushunden liegt eine Fülle neuer Erkenntnisse und verhaltenskundlicher Beobachtungen zugrunde. Sie spiegelt eine über 20-jahrige systematische Forschungsarbeit an Wölfen und verschiedenen Hunderassen wider Dabei sind die detaillierten und aufschlussreichen Abbildungen des jeweils erläuterten Verhaltens in Fotosequenzen und Zeichnungen besonders hervorzuheben.
Dorit Feddersen-Petersen beschreibt das lndividualverhalten und die Etablierung von Beziehungen bei Wölfen und Haushunden, ihre jeweilige Gruppenstruktur und ihre Umweltansprüche. So werden die Unterschiede zwischen Wolf und Hund, aber auch Rassebesonderheiten in ihren Anpassungsmöglichkeiten und -grenzen sehr plastisch. Die Autorin charakterisiert insbesondere Verhaltensentwicklungen und deren Forderungen an das soziale Umfeld. Sie beschreibt aber auch die vielfältigen Kommunikationsformen bei Wölfen und Haushunden, darunter die aggressive Kommunikation, das Sozialspiel in seinen vielfältigen Funktionen und unterschiedliche Hund-Mensch-Beziehungen.
Die große Bedeutung dieser Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung liegt in ihrer Anwendung im Alltag: praktizierter Tierschutz, richtiger Umgang mit Hunden und Anforderungen an den Hundehalter Dorit Feddersen-Petersens Sicht des Hundes führt dabei auch zur Selbstreflexion über unsere eigene Einbindung in Natur und Kultur
Autoren Information:
Dr. Dorit Feddersen-Petersen ist Ethologin und Fachtierärztin für Verhaltenskunde mit der Zusatzbezeichnung Tierschutzkunde sowie Dozentin am Institut für Haustierkunde der Universität Kiel, wo sie die Arbeitsgruppe vergleichende Verhaltensforschung leitet. Auch in dem vorliegenden Werk zeigt sie sich wieder als kundige Wissenschaftlerin und engagierte Tierschutzexpertin, die dem Wahlspruch folgt Wissen schützt Tiere.
Weiterführende Links:
Institut für Haustierkunde - Uni Kiel: http://www.uni-kiel.de/ifh/
Aus dem Inhalt:
Einleitung
Vorwort von Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Hassenstein
Vorwort von Prof. Dr. Dr h.c. Konrad Lorenz zur 1.Auflage
Einführung in die erste Ausgabe 1986
Zur Neuausgabe und ihrem Anliegen
Die Abstammung der Haushunde vom Wolf
Wölfe oder Goldschakale, das war einmal die Frage
Von Hunderassen und Hundearten
Wolf und Schakal als Stammväter der Haushunde?
Die natürliche Fortpflanzungsgemeinschaft
Ansichten im Wandel
Der heutige Kenntnisstand Domestikation oder Co-Evolution von Mensch und Hund?
Wie der Wolf zum Hund werden konnte
Warum der Wolf zum Hund wurde
Die soziale Struktur in der Hominiden-Evolution
Haben Haustiere den Status einer Unterart?
Wildhunde - Haushunde
Haushunde verstehen heißt Wildhunde kennen
Beziehung Wolf/Hund und Kojote/ Schakal/Hund
Einige Ergebnisse anatomischer Vergleiche
Verhaltensforschung an Kreuzungen
Die Ausgangsarten
Kreuzungsergebnisse des Kieler
Instituts für Haustierkunde
Innerartliche Kreuzungen
Zwischenartliche Kreuzungen
Hybriden zwischen Haushund und Wolf und Anmerkungen zu Gehegewölfen
Wölfe versus Haushunde -Bestandsaufnahme und Vergleich Gehegeuntersuchungen an Wölfen
Am Anfang sind Gefühle und Intuition
Ausdrucksverhalten und Kommunikation
Von der Interaktion zur Kommunikation
Lernen ist komplex
Kommunikationsprozesse Kommunikation, Wissenschaft und klinische Ethologie
Zur Kommunikation Mensch-Hund
Entwicklung der Kommunikation
Kommunikation und soziales Verhalten
Ein Fazit Hunde verstehen Optisches Ausdrucksverhalten
Rutenkupieren bei Hunden aus ethologischer Sicht
Akustische Kommunikation, Lautäußerungsverhalten
Ergebnisse zum Bellen
Kommunikation über das Bellen
Die Funktionen der Belllaute bei Haushunden
Ergebnisse über weitere Laute Lautäußerungen der Rassen im Vergleich
Korrelieren vergröberte Mimik und verfeinerte Kommunikation?
Olfaktorische Kommunikation Taktiles Kommunizieren
Verhundlichen und Vermenschlichen - gegenseitiges Kommunikationslernen
Verhundlichung des Menschen versus Vermenschlichung des Hundes
Zusammen arbeiten, zusammen leben!
Fairness Sozialverhalten von Menschen und Hunden
Evolutionäre Ursprünge Wölfisches Sozialverhalten
Menschliches Sozialverhalten
Wölfe und menschliches Sozialverhalten
Kommunikative Fähigkeiten
Ein Sinn für Fairness?
Verhaltensentwicklung
Geburt
Geburtsphasen
Variationen der Geburtsdauer
Wurfgrößen
Verhalten nach dem Werfen
Welpensterblichkeit
Im funktionellen Umfeld der Mutter
Welpenverhalten in der Gruppe
Verhalten von Wildcanidenwelpen
Das Verhalten der Mütterhündin
Verhaltensauffälligkeiten der Hündin
Interaktionen zwischen Mutterhündin und Welpen
Das komplexe Sozialverhalten von Wölfen und Hunden
Hundeverhalten ist nie vom Menschenverhalten ableitbar zu interpretieren
Soziale Kommunikation muss gelernt werden
Die Welpenentwicklung
Phasen beim Siberian Husky
Entwicklungsphasen und ihre Anforderungen an die hundliche Umwelt
Stammesgeschichtliche Bedeutung sensitiver Phasen
Entwicklungsphasen heute
Resümee der wichtigsten Erkenntnisse zur Sozialisationsphase
Das Kieler Projekt zur Verhaltensentwicklung von Wölfen und Haushunden
Rassespezifische Unterschiede in der Entwicklung
Die typische Hundeentwicklung gibt es nicht
Sozio-Infantile Verhaltensweisen
Futterbetteln, aktive Unterwertung
Passive Unterwerfung
Die Eingliederung des jung-Hundes in den Sozialverband
Familie
Belohnung und Bestrafung?
Erste Spielversuche
Distanzvergrößerung zwischen Mutterhündin und Welpen
Die Bindung an den Menschen
Das Spielverhalten von Wölfen und Hunden
Bemerkungen und neue Erkenntnisse zum hundlichen Spiel
Warum spielen Tiere?
Wie spielen Tiere?
Spielformen
Schnauzenzärtlichkeiten
Resümee
Unser Kenntnisstand heute
Zur Biologie der Aggression
Zur Theorie des Droh- und Kampfverhaltens heute
Aggressive Kommunikation
Zusammen arbeiten, zusammen leben
Konflikte lösen
Rangordnungsverhalten
Schäferhunde und Wölfe -ein Verhaltensvergleich
Datenauswertung Ergebnisse Teil 1: Schäferhunde Ergebnisse Teil 2: Schäferhunde und Wölfe im Vergleich
Soziale Organisation bei Wölfen und Hunden
Stress bei Hunden
Stress als Stimulus
Akuter und chronischer Stress
Psychosozialer und soziophysischer Stress
Erlernte Hilflosigkeit
Schlussfolgerungen
Beispiele aus der Praxis der Blindenführhundausbildung
Verhalten sich Hunde moralisch?
Überlegungen zur tierlieben Moral
Verstehen Hunde unsere Gefühle?
Haben Hunde eine Seele?
Haben Hunde ein Gewissen?
Gefühle von Hunden und ihre Tierschutzrelevanz
Schmerzen
Schäden
Leiden
Erheblichkeit der negativen Empfindungen
Schlussfolgerungen
Achten wir die Würde der Tiere?
Über die Intelligenz der Hunde
Tierlicher lntelligenzbegriff im Wandel
Beispiel für ein Abwägen verschiedener Handlungsmöglichkeiten
Einige Überlegungen zur tierlichen Individualität
Erfahrungsbedingtes Verhalten des Hundes
Bedingte Appetenz
Bedingte Aktion
Bedingte Aversion
Bedingte Hemmung
Angstbeschwichtigung als Belohnung und Verhaltensziel
Soziales Lernen, Beobachtungslernen
Sensible Phasen und prägungsähnliche Lernprozesse
Spielen und Lernen
Abstraktion
Einsichtiges Verhalten
Zur Lernkapazität von Hunden
Gedächtnis
Extinktion
Erkunden, Neugier! Spielen
Haben Hunde einen sechsten Sinn?
Gibt es unter Hunden ein Gruppengedächtniss
Lernen unter Stressbedingungen
Zusammenfassung
Hund und Mensch -das Problem der Angleichung an die eigene Art
Zur Verständigung zwischen Mensch und Hund Der Hund als Ersatzmensch
Bemerkungen zur Ausbildung von Hunden
Ethologie und Tierschutz
Anforderungen des Tierschutzgesetzes
Unsere ambivalente Einstellung zum Haustier Hund
Normverhalten versus Verhaltensstörungen
Ermittlung des Normalverhaltens von Hunden
Codex ethicus et ethologius canis Verhaltensstörungen
Als die Aggressivität von Haushunden zur Gefährlichkeit wurde
Aggression als allgemeine Verteidigung Angriffsbereitschaft gegen Beutetiere
Aggression bei Ausweglosigkeit
Aggression gegen Geschlechtsrivalen Aggression bei der Territoriumsverteidigung
Aggressivität als Machtprobe
Gruppenaggression
Aggressivität aus Frustration
Stufen der Eskalation
Adäquate und inadäquate
Aggression
Das Unglück in Hamburg
Ausblick
Das Wesen des Hundes und seine Überprüfbarkeit
Verhaltenstest zur Einschätzung möglicher Gefährdung
Verhaltenstest für Tierheimhunde
Niedersächsischer Wesenstest
Ergebnisse eigener Wesenstests
Über die unterschiedlichen Umweltansprüche von Hunderassen
Schlussgedanken
Zur ersten Ausgabe 1986
Zur Neuausgabe
Service
Danksagung
Glossar
Literatur
Register
Suchbegriffe: